Im Erdbau ist Präzision das A und O, denn bereits kleine Ungenauigkeiten können große Auswirkungen haben. Werden beispielsweise die Mengen am Anfang falsch berechnet, summieren sich die Fehler über den gesamten Projektverlauf hinweg. Das kann zu erheblichen Verzögerungen, Mehrkosten oder kostspieligen Nacharbeiten führen.
Umso wichtiger sind daher exakte Vermessungsdaten, auf die Sie sich bei Ihren täglichen Entscheidungen verlassen können. Nur mit genauen Daten können Sie Projekte termingerecht und innerhalb des Budgets abschließen, Ihre Kunden zufriedenstellen und unnötige Nacharbeiten vermeiden. Sie sind ausschlaggebend dafür, ob ein Projekt profitabel ist und Ihr Unternehmen voranbringt oder ob Sie am Ende sogar noch draufzahlen müssen.
Doch wie zuverlässig ist eine Drohnenvermessung wirklich und welche Faktoren beeinflussen die Qualität der Ergebnisse? Genau diesen Fragen gehen wir in unserem Beitrag gemeinsam auf den Grund:

Wie genau ist eine Drohnenvermessung?
Wenn Unternehmen erstmals über ein eigenes Drohnenprogramm für ihre Vermessungen nachdenken, stellt sich ihnen oft eine entscheidende Frage: Wie genau sind die erfassten Daten tatsächlich? Eine schnellere und einfachere Vermessung bringt schließlich nur dann einen echten Mehrwert, wenn Sie sich auch auf die Ergebnisse verlassen können.
Mit dem PPK Workflow von Propeller lässt sich eine Genauigkeit von bis zu 3 cm erreichen – und das mit deutlich weniger Zeiteinsatz und Aufwand als bei einer herkömmlichen Vermessung mit Basisstation und Rover.
Allerdings ist nicht jede Drohnenvermessung automatisch gleich genau. Die Qualität der Ergebnisse hängt von verschiedenen Faktoren ab, die Sie bei der Planung und Durchführung Ihrer Vermessungen berücksichtigen sollten.

Welche Faktoren beeinflussen die Genauigkeit einer Drohnenvermessung?
Von der Position der Drohne bis hin zur eingesetzten Bodenkontrolle gibt es verschiedene Variablen, die sich auf die Genauigkeit einer Drohnenvermessung auswirken können. Um zuverlässige und wiederholbare Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie diese kennen und entsprechend berücksichtigen.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Faktoren besonders wichtig sind und wie der PPK Workflow von Propeller dazu beiträgt, bei jeder Vermessung konsistente und präzise Ergebnisse zu erzielen.
Bodenkontrolle
Zwar wird häufig damit geworben, dass Drohnen auch ohne Bodenpasspunkte vermessungsgenaue Ergebnisse liefern können. Für eine möglichst hohe Genauigkeit empfehlen Vermesser weltweit allerdings weiterhin den Einsatz von mindestens einem Bodenpasspunkt.
Gerade auf großen, schwer zugänglichen oder sich schnell verändernden Baustellen kann die manuelle Einmessung klassischer Bodenpasspunkte jedoch aufwendig oder sogar unmöglich sein. Hier kommen die intelligenten Bodenpasspunkte von Propeller ins Spiel: Unsere AeroPoints vereinen die Funktionen einer Basisstation und eines Bodenpasspunkts und machen die Bodenkontrolle damit zum Kinderspiel.
AeroPoints vergleichen die von der Drohne ermittelten Geokoordinaten mit der bekannten Position am Boden, um Ihre Vermessungsdaten zuverlässig zu georeferenzieren. Anstatt die Baustelle zu begehen und Bodenpasspunkte manuell zu markieren, müssen Sie Ihre AeroPoints einfach nur vor dem Drohnenflug auf dem Boden platzieren und einschalten – und das war’s auch schon.

Lokale Koordinatensysteme
Lokale Koordinatensysteme sind spezifisch auf ein bestimmtes Gebiet zugeschnitten. Teilweise beziehen sie sich sogar nur auf eine einzelne Baustelle. Nicht jeder Drohnenvermessungsworkflow unterstützt diese „lokalen Sprachen“. Wenn Sie mit einem lokalen Koordinatensystem arbeiten möchten, sollten Sie dies daher bereits bei der Auswahl Ihrer Vermessungslösung berücksichtigen.
Mit den AeroPoints sind Sie optimal ausgestattet: Ihre Daten werden direkt im lokalen Koordinatensystem Ihrer Baustelle verarbeitet, ohne dass eine „Übersetzung“ zwischen Basisstation und Drohne erforderlich ist. Übrigens unterstützt Propeller über 5.000 lokale Koordinatensysteme.
Hinweis: Die Verarbeitung lokaler Koordinatensysteme ist nur dann möglich, wenn Sie AeroPoints in Kombination mit der Propeller Plattform nutzen.
Bodenauflösung
Die Bodenauflösung – im Englischen auch Ground Sampling Distance (GSD) genannt – beschreibt den Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter Pixel einer Luftaufnahme bzw. die Größe eines Pixels auf dem Boden. Vereinfacht ausgedrückt gibt sie also an, wie groß der Bereich auf der Erdoberfläche ist, der durch einen einzelnen Pixel dargestellt wird. Dadurch lassen sich die Drohnenvermessungsdaten in reale Entfernungen übersetzen.
Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Bodenauflösung, desto detaillierter sind die Drohnenaufnahmen und desto genauer die Vermessungsdaten. Bei Drohnenvermessungen liegt die Bodenauflösung üblicherweise zwischen 1,5 und 2,5 cm pro Pixel.
Bei großflächigen Baustellen muss die Drohne jedoch häufig höher fliegen, um das gesamte Gelände in angemessener Zeit zu erfassen. Auch hohe Objekte auf der Baustelle können eine größere Flughöhe erforderlich machen. Hochauflösende Bildsensoren in Kombination mit dem PPK Workflow von Propeller ermöglichen jedoch auch unter diesen Bedingungen eine bessere Bodenauflösung, detailliertere Aufnahmen und präzise Messungen.
Konnektivität
Bei einer RTK-Vermessung muss während des gesamten Drohnenflugs eine stabile Verbindung zwischen der Drohne und der Basisstation bestehen, da die Daten in Echtzeit verarbeitet werden. Wird diese Verbindung unterbrochen, kann das die Qualität der Vermessungsdaten beeinträchtigen und zu ungenauen Ergebnissen führen.
Genau hier bietet der PPK Workflow von Propeller einen entscheidenden Vorteil: Bei der PPK-Vermessung erfassen Drohne und Basisstation ihre Positionsdaten während des Flugs unabhängig voneinander. Erst im Anschluss werden die Daten gemeinsam verarbeitet, miteinander verglichen und korrigiert. Dadurch ist keine dauerhafte Verbindung zwischen Drohne und Basisstation erforderlich.
So können Sie auch abgelegene oder weitläufige Baustellen, bei denen eine durchgehend stabile Verbindung nicht gewährleistet werden kann, zuverlässig vermessen und trotzdem präzise Ergebnisse erzielen.

Warum sich regelmäßige Drohnenvermessungen lohnen
Eine Drohnenvermessung sollte nicht nur präzise, sondern auch schnell durchführbar sein, um jederzeit aktuelle Daten zum Projektfortschritt zu erhalten. Je regelmäßiger Sie Ihre Baustelle vermessen, desto besser können Sie Veränderungen nachvollziehen und fundierte Entscheidungen auf Basis aktueller Daten treffen.
Regelmäßige Drohnenvermessungen bieten Ihnen unter anderem folgende Vorteile:
- Zeit- und Kostenplan einhalten: Durch die regelmäßige Fortschrittsüberwachung wissen Sie immer, wie Sie im Vergleich zum Entwurf vorankommen. Sie erkennen auf einen Blick, welche Arbeiten bereits abgeschlossen sind, was noch zu erledigen ist und ob sich Ihr Projekt weiterhin im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen bewegt.
- Ausfallzeiten reduzieren: Wenn Teams oder Maschinen auf einer Baustelle eintreffen, obwohl die Voraussetzungen noch nicht gegeben sind, entstehen schnell unnötige Kosten. Aktuelle Vermessungsdaten zeigen Ihnen, wie weit die Arbeiten tatsächlich fortgeschritten sind und wann die Baustelle für den nächsten Arbeitsschritt bereit ist.
- Konflikte vermeiden: Missverständnisse und mangelnde Kommunikation können schnell zu Streitigkeiten zwischen den Beteiligten führen. Regelmäßige Vermessungen schaffen eine gemeinsame, nachvollziehbare Datengrundlage, auf die alle zurückgreifen können.
- Auftrag/Abtrag und Haufwerksvolumen präzise bestimmen: Regelmäßige Vermessungen zeigen Ihnen, wie viel Material bereits bewegt wurde und wie viel noch aussteht. So behalten Sie den Überblick über Ihre Erdarbeiten und können die Mengen präzise nachverfolgen.
FAQ
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen:
Wie genau ist eine Drohnenvermessung?
Drohnenvermessung ist nicht gleich Drohnenvermessung: Die Genauigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. Mit dem PPK Workflow von Propeller lässt sich jedoch eine Genauigkeit von bis zu 3 cm erzielen.
Welche Faktoren beeinflussen die Genauigkeit einer Drohnenvermessung?
Die Genauigkeit einer Drohnenvermessung wird unter anderem durch die gewählte Bodenkontrolle, das verwendete Koordinatensystem, die Bodenauflösung und die Konnektivität zwischen Drohne und Basisstation beeinflusst.
Warum sind regelmäßige Drohnenvermessungen sinnvoll?
Regelmäßige Drohnenvermessungen liefern Ihnen aktuelle Daten zum Projektfortschritt. So sehen Sie auf einen Blick, welche Arbeiten bereits abgeschlossen sind und was noch zu tun ist. Zudem können Sie Ihren Zeit- und Kostenplan zuverlässig einhalten, Ausfallzeiten reduzieren, Konflikte vermeiden und bewegte Materialmengen präzise nachverfolgen.
Fazit
Im Erdbau können bereits kleine Abweichungen große Auswirkungen auf ein Projekt haben. Umso wichtiger ist es deshalb, Entscheidungen nicht auf Annahmen, sondern auf verlässliche Daten zu stützen. Denn wer genau weiß, was auf der Baustelle tatsächlich passiert, kann frühzeitig reagieren, statt Probleme erst dann zu erkennen, wenn sie bereits Zeit und Geld kosten.
Genau hier liegt der entscheidende Vorteil einer präzisen Drohnenvermessung: Sie schafft die nötige Sicherheit, um auch bei komplexen Erdbauprojekten jederzeit fundierte Entscheidungen zu treffen und den Überblick zu behalten.
Mit Propeller schaffen Sie eine zuverlässige Datengrundlage und gewinnen aus Ihren Vermessungsdaten Informationen, mit denen Sie Ihr Projekt gezielt voranbringen können.





